Gemeinde Weißenburg

Wir sind eine herzliche Gemeinde voll unterschiedlicher Menschen. Wir bringen unsere ganz unterschiedlichen Lebens- und Glaubenserfahrungen in die Gemeinde ein. Im Gottesdienst feiern wir unseren Glauben an Jesus Christus. Wir stärken uns gegenseitig im Glauben und im alltäglichen Leben. Wir träumen von einer Welt, die erfüllt ist von Gottes Liebe.

Vorerst keine Präsenzgottesdienste mehr

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wäre es in den Augen der Gemeinde in Weißenburg unverantwortlich in unseren beschränkten Räumlichkeiten Gottesdienste in Präsenz durchzuführen. Daher werden diese ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nur noch online stattfinden. In der Schwabacher Gemeinde finden ohnehin derzeit keine Veranstaltungen statt. Dies betrifft auch die bevorstehenden Gottesdienste von Karfreitag und Ostern. Um Zugang zu den Online-Gottesdiensten zu erhalten, kontaktieren Sie bitte Pastor Wolfgang Allgaier.

Aktuelle Andacht (Mai 2021, 2)

„Welchen Wert hat schon ein Spatz? Man kann zwei von ihnen für einen Spottpreis kaufen. Trotzdem fällt keiner tot zur Erde, ohne dass euer Vater davon weiß.«

Matthäus 10, 29 (HfA)

In unserem Garten steht ein Vogelhaus, ein ziemlich großes sogar. Wir bestücken es wöchentlich mit Vogelfutter und die Vögel bedanken sich mit fröhlichem Vogelgezwitscher. Alles könnte so friedlich sein, wäre da nicht dieser Schwarm streitender und kreischender Spatzen. Wie eine Gang pubertierender Jugendlicher fallen sie regelmäßig in den Garten ein und aus dem Vogelgesang wird Krawall. Für mich sind sie nicht gerade die Sympathieträger unter den Gartenvögeln.

Trotzdem hat sogar die Bibel etwas über sie zu sagen. Dort heißt es: Obwohl sie für uns Menschen völlig unwichtig und manchmal sogar nervig sind, vergisst Gott keinen von ihnen. Und wenn Gott schon jeden einzelnen dieser unzähligen Vögel auf dem Schirm hat, wie viel mehr achtet er dann auf jeden von uns Menschen. Gott vergisst mich nicht, lautet die Botschaft.

Und wie oft wurden wir schon von anderen Menschen vergessen oder wir haben sie vergessen? Bei Gott ist das nicht so. Er weiß, wie es mir geht, und es ist ihm nicht egal. Gott möchte sich um mich und jeden anderen Menschen kümmern. Wir müssen ihn nur lassen. Alles, was nötig ist, ist unser „ja“ dazu. Ein einziger Satz reicht schon: „Ja, Gott, hilf mir.“ Denn er ist für mich und auch für jeden anderen da. Und das obwohl ich selbst vielleicht auch kein Sympathieträger bin. Gott macht keinen Unterschied.

Pastor Wolfgang Allgaier

Gebet

Herr Jesus,

ich danke Dir, dass Du mich kennst. Du hast alle Probleme und Schwierigkeiten meines Lebens im Blick und weißt um sie. Obwohl ich jeden Tag Fehler mache, lässt Du mich nicht fallen und vergisst mich nicht. Ja, bitte sei Du bei mir, führe und leite mich durch Deinen guten Geist …

AMEN

Andacht: Mai 2021, 1

„Allein wanderte er einen Tag lang weiter bis tief in die Wüste hinein. Zuletzt ließ er sich unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, tot zu sein. »HERR, ich kann nicht mehr!«, stöhnte er. »Lass mich sterben! Irgendwann wird es mich sowieso treffen, wie meine Vorfahren. Warum nicht jetzt?«

1. Könige 19, 4 (HfA)

Wir sind zwar gerade dabei uns aus dem Corona-Krisenmodus zu befreien –komplett überwunden haben wir ihn aber noch lange nicht. Was bleibt ist eine dumpfe Ungewissheit, die Furcht vor einer weiteren Welle, irgendwelche Mutanten und den ungewissen wirtschaftlichen Folgen. Gut für das Gemüt ist das alles wirklich nicht.

Statistisch gesehen erkrankt jeder fünfte Bundesbürger mindestens einmal im Leben an einer Depression. Und vielleicht kennen sie ja auch das Gefühl, das einen dann beschleicht: Ich fürchte mich davor zu versagen und fühle mich alles andere als liebenswert, der Druck von außen scheint fast unerträglich und die Ansprüche an mich selbst sind einfach zu hoch. Aber wohin mit diesen Gedanken und Empfindungen?

Sogar in der Bibel findet sich die Geschichte eines Mannes der in so ein Loch fiel. Er hieß Elia, und war eigentlich ziemlich erfolgreich, aber von jetzt auf gleich, erlebte er einen Burnout und wusste nicht mehr weiter. Er klagte Gott sein Leid, ja noch mehr, er wollte nicht mehr leben. Suizidgefährdet nennt man das im Fachjargon. Dann geschah etwas Wunderbares. Gott begegnet Elia höchstpersönlich! (1 Könige 9,9-14) Gott zu erleben verändert alles, auch uns. Er bekam neue Kraft und wurde von Gott ermutigt, trotz alldem weiter zu machen.

Für mich ist das ein ganz praktisches Beispiel, nicht in meiner Entmutigung und meinem Selbstmitleid stecken zu bleiben, sondern auch mit Gott darüber zu sprechen, denn auch ich habe immer wieder erlebt, dass ich dann neuen Mut bekomme und es schaffe, einfach trotzdem weiter zu machen.

Pastor Wolfgang Allgaier

Gebet

Herr Jesus,

Du kennst mich besser als ich mich selbst. Ich danke Dir, dass ich mit all meinen Enttäuschungen und meiner Mutlosigkeit zu Dir kommen darf. Begegne mir, wie Du Elia begegnet bist. Dein Geist, ist ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Ermutige mich durch Deinen Geist…

AMEN

Andacht: April 2021, 2

„Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich so an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!…Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet!“

Johannes 4, 6-7. 25-26 (Schlachter 2000)

Lasse ich die vergangenen Tage am Ende der Woche nochmal Revue passieren, merke ich: Die Tage waren mal wieder prall gefüllt und zwar mit allem Möglichen. Da sind die Schlagzeilen, die ständig auf mich einprasseln. Die beruflichen Herausforderungen, die speziell in diesen Zeiten der nicht enden wollenden Pandemie immens sind. Nicht zu vergessen die Menschen, die mit ihren Problemen Hilfe suchen, und natürlich noch all die unvorhergesehenen Dinge, die noch oben drauf kommen.

Da kommt mir dann schon mal der Gedanke: Und wer hört Dir zu? Klar, ich rede auch mit Freunden und Bekannten, aber denen geht es ja auch wie mir. Jeder hat den Kopf voll mit seinen eigenen Angelegenheiten – und wir alle hören einander irgendwie doch nur mit halbem Ohr zu, zumindest manchmal.

Mir hilft dann, alles Gott zu erzählen. Genau das lese ich auch in der Bibel. Da lese ich von Jesus, der den Menschen einfach begegnet, dort wo sie sind und sich für sie interessiert. Er beginnt ein Gespräch und hört zu, wie der Frau in unserer Geschichte. Zudem war sie noch eine Samariterin, was Jesus aber auch nicht störte.

Im nächsten Moment geht es dann gleich ans Eingemachte und Jesus beginnt der Frau zu dienen. Er spricht auf Augenhöhe mit ihr, ohne sie zu verurteilen oder zu bevormunden. Sein Ohr ist immer offen, auch bei mir und Ihnen, und auch heute noch genau so wie damals. Ich darf Ihm alles erzählen, ohne Angst zu haben, dass er mich verurteilt. Ganz im Gegenteil: Er freut sich, wenn wir ihm unsere Probleme und Sorgen anvertrauen. Was für ein Vorrecht! Und wenn ich es dann genauso mache, merke ich: Es geht mir auch wieder besser.

Pastor Wolfgang Allgaier

Gebet

Herr Jesus,

danke, dass Dein Ohr für uns immer offen ist. Du freust Dich, wenn wir Dir sagen, was uns belastet und Mühsal bereitet. Darum will ich das jetzt tun.

Danke, dass du dich um meine Anliegen kümmerst.

AMEN